Über uns

Historie

Die Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN ist eine Einrichtung der Erwachsenen- und Jugendbildung, deren Schwerpunkt die berufliche und allgemeine Bildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist. Seit 1989 engagiert sie sich darüber hinaus auch für die Beratung und sozialpädagogische Unterstützung benachteiligter junger Menschen bei der beruflichen (Erst-) Eingliederung. Bis zum Jahr 2004 war dieser Bereich bei ihrem Tochterverein DGB-Bildungswerk Niedersachsen e.V. angesiedelt, der im Jahr 2005 in die neue gegründete Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Mitte gGmbH überführt wurde.

Im Rahmen der Trägerschaft der „Regionalen Arbeitsstelle zur beruflichen Eingliederung junger Menschen in Niedersachsen“ (RAN) in Hannover und Hannover-Land (Garbsen/Seelze) waren wir seit Beginn der Modellphase (1989 – 1993) intensiv an der Konzeptentwicklung und –ausgestaltung für eine konsequent fallbezogene Einzelberatung und –begleitung junger Menschen mit sozialen Benachteiligungen im Sinne der Jugendhilfe beteiligt (- d.h. unabhängig von der Teilnahme der Jugendlichen an berufsbezogenen „Maßnahmen“ -). Der Beratungsansatz wurde in enger Kooperation mit der damaligen Landesregierung, den Kommunen, den Arbeitgeberverbänden, Kammern und Innungen und den Berufsbildenden Schulen entwickelt und war durchgehend sehr erfolgreich!

 Seit dieser Zeit wurden mehrere tausend Jugendliche und junge Erwachsene beraten und durch unterschiedlichste Hilfsmaßnahmen unterstützt. Viele von ihnen (ca. 60 %) konnten wir erfolgreich in Ausbildung und Arbeit integrieren oder in Kurse zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen und anderen Qualifizierungsmaßnahmen vermitteln. Aufgrund dieser erfolgreichen pädagogischen Arbeit wurden wir im Jahr 1999 vom Land Niedersachsen als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt.

 Mit dem Auslaufen der EU-Förderperiode im Dezember 2006 wurden die bisherigen RAN-Stellen in die bereits seit 2005 existierenden Pro Aktiv Centren der Kommunen integriert. Die Trägerschaft des „PACE Region Hannover“ liegt beim Fachbereich Jugend der Region Hannover, die die Umsetzung des Programms in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Hannover koordiniert und gestaltet. Als Auftragnehmer der Region Hannover sind wir an den Standorten Neustadt, Garbsen, Wunstorf und Seelze aktiv, im Auftrag der Stadt Hannover führen wir unseren früheren RAN-Standort als PACE-Standort mit einem weitgehend unveränderten Beratungsangebot weiter.

 Das Programm wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen, der Europäischen Union, der Region Hannover und vom Jobcenter Region Hannover finanziert.

 

Unser Angebot

Unsere zentrale Zielsetzung ist es, sozial benachteiligte und individuelle beeinträchtigte junge Menschen im Alter von 15-25 Jahren auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf zu unterstützen und möglichst langfristige berufliche Perspektiven für sie zu entwickeln.
Konkret helfen wir bei

  • der beruflichen Orientierung
  • bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
  • beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen
  • bei der Kontaktaufnahme zu Betrieben
  • bei der Klärung finanzieller Fragen
  • beim Umgang mit Behörden
  • bei der Bewältigung persönlicher Problemlagen, die die Ausbildungs- oder Arbeitsaufnahme erschweren.


Unser Beratungsangebot ist kostenlos und vertraulich und kann unabhängig von Leistungsansprüchen bei Behörden (Arbeits­agentur, Job­center, Jugend­amt) in Anspruch genommen werden.
Wir bitten um telefonische oder persönliche Kontaktaufnahme zur Vereinbarung eines Beratungs­termins, in dem wir uns viel Zeit für die Be­sprechung der jeweiligen Problem­lage nehmen werden.
Zur Erleichterung des Kennenlernens ist es meist hilfreich, wenn folgende Unterlagen zu dem Gespräch mit­gebracht werden:

  • Zeugnisse (erreichter Schulabschluss oder Abgangszeugnis der allgemeinbildenden Schule und/ oder der Berufsbildenden Schule, bei Schülerinnen und Schülern: letztes Schulzeugnis),
  • ein schriftlicher Lebenslauf (falls vorhanden),
  • Arbeitszeugnisse (falls vorhanden),
  • ggf. andere Unterlagen, die Gegenstand der Beratung sein sollen.


Am Ende des Erstgesprächs wird gemeinsam entschieden, ob weitere Gespräche und/oder andere konkrete Hilfe­stellungen erfolgen sollen. Werden weitere Hilfen gewünscht und für sinnvoll gehalten, wird eine Verein­barung über eine längerfristige Zusammenarbeit zur Bewältigung der Problemlage getroffen. Je nach Problemlage kann eine Begleitung bis zu einem Jahr oder in besonderen Fällen auch darüber hinaus erfolgen.
Eine weitere Maßnahme findet seit März 2014 in Kooperation mit dem JobCenter statt. DAS PACE Mobil vom ARBEIT UND LEBEN. Hiermit besuchen wir junge Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, denen es nicht gelingt selbstständig den Weg zu uns an die Beratungsstandorte zu finden. Die Kollegen des PACE mobil besuchen die TeilnehmerInnen und unterstützen sie dabei, für sich selbst wieder Perspektiven zur Integration in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt zu entwickeln. Dieser aufsuchende Ansatz der PACE Arbeit soll einen weiteren Zugang zu denjenigen jungen Menschen eröffnen, die durch niemanden mehr erreicht werden und selbst den Weg aus der Isolation nicht schaffen.

Zugang

Die meisten Ratsuchenden kommen als Selbstmelder in unsere Einrichtung - sehr oft durch Mundpropaganda über andere Jugendliche oder aufgrund von Empfehlungen von Fachkräften anderer Einrichtungen wie z.B. der Jugendgerichtshilfe. 

Darüber hinaus leisten wir aber auch aufsuchende Arbeit an Schulen und Jugendzentren, insbesondere an lokalen Berufsschulen in Hannover und Neustadt, sowie den Jugendzentren in Berenbostel, Seelze und Letter und der Jugendarrestanstalt in Neustadt. Neben regelmäßigen Sprechzeiten vor Ort werden z.B. in den BBS'en in Absprache mit den Lehrkräften Informationsveranstaltungen mit einzelnen Klassen durchgeführt. Zunehmend machen auch die Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen von sich aus problembelastete junge Menschen auf unser Hilfeangebot aufmerksam.  Weitere wichtige Kooperationspartner sind die örtlichen (Jugend-)Jobcenter und die Arbeitsagentur, zu deren Terminen wir die jungen Leute häufig begleiten und deren Mitarbeiter/-innen wir nicht nur bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten unterstützen, sondern auch und vor allem in Bereichen, in denen diese an Grenzen stoßen, z.B. bei familiären Problemen, Schulden, gesundheitlichen Problemlagen, Suchtgefährdung, Straffälligkeit u.a.m. Mit beiden Institutionen bestehen schriftliche Kooperationsvereinbarungen.

Darüber hinaus kooperieren wir mit den örtlichen Jugendhhilfestationen sowie mit zahlreichen weiteren Einrichtungen, die für die soziale und berufliche Stabilisierung und/oder Qualifizierung benachteiligter junger Menschen von Bedeutung sind wie z.B. Schulsozialarbeiter/-innen, Bewährungshelfer/-innen, Jugendzentren, Volkshochschulen, freie Träger von Maßnahmen der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe u.v.m. Zum Beispiel werden uns junge Menschen aus diesen Einrichtungen zugewiesen, wenn sie weiterhin Hilfe benötigen (z.B. nach dem Ausscheiden aus dem Jugendhilfebezug oder aus einer berufsvorbereitenden Maßnahme).  

Ein ganz wesentliches Element unseres über viele Jahre erlebten Erfolges beim Erreichen besonders problembelasteter junger Menschen ist in fast jedem Fall unser niedrigschwelliger, ganzheitlicher und vertraulicher Beratungsansatz, der der Entstehung von Schwellenängsten entgegen wirkt und durch den die jungen Menschen sich individuell als Person angenommen und ernst genommen 

fühlen.